Schne­cken­fraß im Garten

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Schne­cken­fraß im Garten

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Sobald der Boden nicht mehr gefro­ren ist, schlüp­fen viele kleine Schne­cken und machen sich auf die Jagd nach jun­gem Salat, frisch aus­ge­trie­be­nen Stau­den­trie­ben und allem zar­ten Grün im Garten.

Rit­ter­sporn, Stau­den­son­nen­blume, Was­ser­dost und Son­nen­braut sind im zei­ti­gen Früh­jahr beson­ders gefährdet.

Des­halb sollte jetzt das alte Laub zwi­schen gefähr­de­ten Stau­den ent­fernt wer­den. Dar­un­ter ver­ste­cken sich Schne­cken­eier und Jungtiere.

Schne­cken wer­den mecha­nisch – also durch Absam­meln – in Schach gehal­ten. Wer sich – vor allem bei Nackt­schne­cken – per Hand ekelt, kann das mit einer Grill­zange tun.

Kniff­lig bleibt die Frage der anschlie­ßen­den Ent­sor­gung: Die Schne­cken in einer Plas­tik­tüte in den Müll zu wer­fen und dort lang­sam ersti­cken zu las­sen, fällt ein­deu­tig unter den Tat­be­stand der Tier­quä­le­rei.
Etwas auf­wän­dig, aber am wenigs­ten grau­sam, ist das Aus­set­zen der auf­ge­sam­mel­ten Schne­cken außer­halb des Gar­tens. 

Hain-Bänderschnecke
Fotos: © Tom Wagner

Dazu emp­fiehlt sich eine ent­fernte Wiese oder Lich­tung eher als etwa das Nachbargrundstück.

Wer es sich zutraut und nach­hal­tig für Ruhe im Beet sor­gen will, kann Schne­cken durch einen sau­be­ren Schnitt mit der Hecken­schere den Gar­aus machen. Die toten Schne­cken soll­ten auf den Kom­post, damit sie nicht als ener­gie­rei­che Nah­rung für die Über­le­ben­den dienen.

Schne­cken, vor allem gehäu­se­lose, nei­gen zu Kan­ni­ba­lis­mus.
Beden­ken Sie auch, dass sich Gehäu­se­schne­cken in der Regel von abge­stor­be­nem Pflan­zen­ma­te­rial ernäh­ren. Sie befal­len nur sel­ten lebende Pflan­zen, und wenn, sind ihre Fraß Schä­den bei wei­tem nicht so groß wie die der Nackt­schne­cken, vor allem der spa­ni­schen Weg­schne­cke. Sie sind zugleich nütz­lich, weil etwa die Wein­berg­schne­cke sich gern über die Gelege von Nackt­schne­cken her­macht. Mit Schne­cken­korn macht man jedoch auch die­sen Tie­ren im Gar­ten den Gar­aus.
Wer für nächs­tes Jahr vor­beu­gen möchte, grub­bert vor dem ers­ten Frost den Boden um. Die Schne­cken­eier kom­men so ans Licht und kön­nen von Vögeln gefres­sen wer­den oder erfrie­ren. Gärt­ner kön­nen auch gleich Blu­men pflan­zen, die Schne­cken nicht mögen. Das sind zum Bei­spiel Astilbe, Farne, Zier­grä­ser oder Frau­en­man­tel.

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